Ponykindergeburtstage im Zeichen der Erlebnispädagogik

Kaum zu glauben, dass sich das Jahr 2018 nun schon bald dem Ende neigt! Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen möchte ich noch einmal von meinem aktuellsten Angebot berichten. Ich habe inzwischen nämlich auch einen Kinderponygeburtstag veranstaltet und zwei weitere sind bereits in Planung. Es war mir dabei wichtig, dass dieses Angebot pädagogisch fundiert ist und die dahinterstehende Planung „Hand und Fuß“ hat. Ich wollte nämlich nicht nur irgendein Programm zusammenstellen, sondern vielmehr ein Angebot schaffen, das neben Spaß du Freude auch ganz im Zeichen des Erlebens und der Erfahrung steht. Durch meine bereits durchgeführten Projekte, wie den Ponyeinsteigergruppen, den Ponylagern und den Pferdeaktionstagen konnte ich auf eine Reihe von bereits erprobten Konzepten zurückgreifen und dementsprechend beinhaltete der Geburtstagsnachmittag ebenfalls viele Elemente dieser Konzepte. Ganz im Zeichen des Erlebens gab ich beispielsweise gleich zu Beginn dem Erfassen des riesigen Reitstalls Raum. Es wird meiner Meinung nach oft unterschätzt, wie viel größer die Dimensionen für ein Kind sind und wie interessant auch so manches Fremde sein kann, dass für uns Erwachsene oft gar nicht aufregend ist. Daher habe ich mir bei all meinen erlebnispädagogischen Angeboten angewöhnt, den Kindern gleich zu Beginn den ganzen Reitstall zu zeigen. Ich nehme mir dafür bewusst Zeit und gehe auf die Fragen der Kinder, die sich während unserer Erkundungstour ergeben, ein. Wir besichtigen den Misthaufen und nehmen ihn sowohl visuell als auch olfaktorisch war. Abhängig von den Fragen, schauen wir uns auch noch das Futter, die Sägespäne, das größte und älteste Pferd oder eine Wassertränke an. Zum Schluss gehen wir dann in die Reithalle. Ein 60 Meter lange und 20 Meter breite Sandkiste lässt kein Kind kalt und ich finde es wichtig, dass die Kinder die ersten Eindrücke in der Halle noch ohne Pferde wahrnehmen dürfen. Erst danach gehen wir zu unseren drei Ponys, holen sie aus der Box und fangen an sie zu bürsten. Neben einer spielerischen Einführung in die Welt der Pferde hat hier auch das kreative Schmücken der Pferde seinen Platz, bei dem man sich künstlerisch austoben kann und ganz nebenbei in einen sehr innigen Kontakt mit den neuen Lebewesen kommt.  In der Halle führen die Kinder die Ponys zuerst einmal alle selbst vom Boden aus durch einen kleinen Parcours mit einem Hütchenslalom und ähnlichem. Ich halte viel davon, dass die Kinder wissen, wie man ein Pferd führt, wo man steht, wie man losgeht und wie man stehen bleibt, bevor man sich dann aufs Pferd setzt. Ebenso wie meine erlebnispädagogischen Projekte, habe ich auch den Ponykindergeburtstag so gestaltet. Nach ungefähr 2 ½ Stunden Programm im Stall und mit den Ponys gingen wir dann schließlich alle noch nach oben in unser Stüberl um dort noch Kuchen zu essen und die Geschenke auszupacken. Zum Schluss durfte noch jeder der wollte ein Hufeisen verzieren und es anschließend als Glücksbringer mit nach Hause nehmen. Auch wenn solche Formate immer intensiv sind, liebe ich sie. Ich sehe, dass die Kinder Freude und Spaß haben und dass sie die neuen und aufregenden Eindrücke geradezu aufsaugen. Wer weiß, vielleicht wird es schon bald wieder so einen erlebnisorientierten Kinderponygeburtstag geben.